Rathaus Metten - Eingangstür; Foto: MJ

09.09.2021
Gemeinderatssitzung vom 07.10.2021 in Metten

Nach der Sommerpause standen am Dienstag elf Tagesordnungspunkte auf der Agenda der Gemeinderatssitzung.
Zunächst wurde die letzte Niederschrift gebilligt, bevor zusätzliche Baumaßnahmen für den neuen Kindergarten zu beschlossen wurden.
Die Coronasituation hat dazu geführt, dass man sich entschied den neuen Kindergarten gleich mit einer Lüftungsanlage auszustatten. Pro Raum fallen zusätzliche Kosten von ca. 20.000 – 25.000 Euro an. Bei vier Räumen also insgesamt bis zu 100.000 Euro. Diese werden allerdings mit 80% durch den Freistaat gefördert.
Eine sinnvolle Investition, befand der Gemeinderat.
 

Einmal mehr war das Freibad Thema im Gemeinderat.
Die am Sonntag beendete Freibadsaison bescherte ca. 13.000 Besucher. Die PNP berichtete vor kurzem fälschlicher Weise von ca. 18.000 Besuchern, was auf eine falsche Hochrechnung der Redakteurin beruhte.
Vor Corona wurden Besucherzahlen von gut 40.000 erreicht. Offenbar haben Hygienemaßnahmen und vielleicht auch der fehlende Kioskbetrieb zu deutlichen Besuchereinbußen geführt.
Bürgermeister Moser berichtete, dass die Kontaktaufnahmen zu benachbarten Bäderbetrieben ergeben hat, dass in Bezug auf eine Zusammenarbeit bei Fachangestellten für den Bäderbetrieb keine Lösung gefunden werden konnte. Diese Personalie bleibt also auch für die Zukunft ein ernstes Problem. Was wäre Bitterer, als wenn man die nächsten Jahre das Bad saniert und es dann aufgrund fehlenden Personals nicht öffnen kann?
Stichwort Sanierung: die Gemeinde Offenberg berät kommende Woche in ihrer Sitzung, ob oder wie man zur Sanierung des Mettener Freibades beitragen möchte.
Bei der nächsten Gemeinderatssitzung, am 05. Oktober soll dann in Metten entschieden werden, wie es in Sachen Freibad weitergehen soll. Fakt ist, dass zum 31.06.2024 die wasserrechtliche Genehmigung für das Freibad Metten ausläuft, es muss also gehandelt werden.
 

Satzungsänderungen zur Ortskernsanierung sowie Abstandflächen waren eher Formsache.
Vor kurzem wurde bei einer Ortsbegehung des Friedhofes festgestellt, dass der Zugang zum WC barrierefrei gestaltet werden sollte. Diese Baumaßnahmen, gleich zusammen mit einer „Fliesensanierung“, soll durch den Bauhof erfolgen.

Einstimmig wurde beschlossen, dass die Gemeinde im Neubaugebiet Berg-Süd ein Doppelhaus erwirbt, um dort kommunale Wohnbauförderung für sozial benachteiligte Familien zu ermöglichen.
Die aktuelle Vergabeausschreibung hat keine Interessenten mehr hervorgebracht und Förderungen durch den Freistaat sprechen für das Vorhaben der Gemeinde.

 

Leider wieder kein Michaelimarkt 2021

Bevor es in den nicht öffentlichen Teil der Sitzung ging, hat Bürgermeister Moser noch mit deutlichem Bedauern informiert, dass der beliebte Michaelimarkt auch dieses Jahr erneut nicht stattfinden kann.
Die Umsetzung der Auflagen, u.a. Umzäunung des Geländes und 3-G-Zugangskontrolle, sind für die Gemeine personell nicht zu stemmen. Der Verzehr von Essen und Getränken dürfte nicht am Platz erfolgen, so dass es auch am bekannten gemütlichen Flair fehlen würde.