Das Foto zeigt Bürgermeister Andreas Moser mit Vertretern der Polizeiinspektion Deggendorf sowie Mitgliedern der Sicherheitswacht
Bürgermeister Moser (links) mit Vertretern der Polizeiinspektion Deggendorf und Mitgliedern der Sicherheitswacht; Foto: Markt Metten

16.07.2021
Sicherheitswacht jetzt auch in Metten

Ein spezieller Sachverhalt, der letztes Jahr insbesondere Eltern schulpflichtiger Kinder beunruhigte, hat unseren Bürgermeister Andreas Moser veranlasst Maßnahmen zu ergreifen.

Ihm kam der Gedanke in Metten eine Sicherheitswacht aufzustellen. Er informierte den Marktgemeinderat und bekam von diesem, parteiübergreifend, einstimmige Unterstützung.

 

Die Sicherheitswacht ist absolut nicht zu vergleichen mit einer Bürgerwehr.

Generell muss die Installation einer Sicherheitswacht durch die Staatsregierung genehmigt werden.

Es können sich engagierte Bürger melden, die dann intensiv geschult werden. Sie erhalten eine Ausbildung durch die Polizei, die 40 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten umfasst und inhaltlich rechtliche sowie fachliche Grundlagen vermittelt.

Die Sicherheitswacht agiert als Streife, also mindestens zu zweit und wird durch die Polizeiinspektion Deggendorf geführt.

Damit sie für jeden Bürger erkennbar sind, tragen sie eine blaue Einsatzjacke, ein blaues Polohemd, eine Kappe und eine gelbe Warnweste.

 

Metten fällt nicht durch eine erhöhte Kriminalitätsrate auf, aber neben dem ursprünglichen Sachverhalt gibt es auch immer wieder Fälle von Vandalismus. So wurde in jüngster Vergangenheit das Toilettenhaus im Prälatengarten, die Freibadkasse sowie der Hof des Kindergartens beschädigt.

Zusätzlich spielt natürlich auch das subjektive Sicherheitsgefühl, insbesondere älterer Bürger, eine Rolle.

 

Wo die Sicherheitswacht eingesetzt wird entscheidet das Ordnungsamt der Gemeinde. Aktuell soll der Schwerpunkt auf den Bereich Kälberweide mit dortigem Spielplatz, Prälatengarten, dem Parkplatz unter der Klosterturnhalle sowie den Bereichen an der Donau liegen.

 

Die Mitglieder der Sicherheitswacht dürfen über die sogenannten „Jederman-Rechte“, also dem Festhalten von auf frischer Tat gestellten Straftätern, Nothilfe und Notwehr, auch Personen anhalten, befragen und deren Personalien feststellen. Dies natürlich nur, wenn es zur Gefahrenabwehr, also im Zuge ihres Auftrages, notwendig ist.

Darüber hinaus dürfen sie aus gleichem Grund Platzverweise erteilen und erlangte Daten an die Polizei und Kommune übermitteln.

 

Insgesamt bleibt hervorzuheben, dass die Sicherheitswacht präventiv arbeiten und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken soll. Sie soll in diesem Zuge auch ansprechbar für die Bürger sein und ein Plus an Sicherheit bringen.

Sie hat nichts mit der kommunalen Verkehrsüberwachung zu tun und wird sich demnach nicht um Falschparker und das Ausstellen von „Strafzetteln“ kümmern.