Rathaus Metten - Eingangstür; Foto: MJ

11.10.2022
Gemeinderatssitzung vom 04.10.22

Nach einstimmiger Genehmigung der letzten Niederschrift wurde auch der erste Tagesordnungspunkt einstimmig beschlossen, in der Donau Straße soll auf einem Grundstück eine zweite Wohneinheit geschaffen werden.

Das zweite Bauvorhaben auf der Tagesordnung führte zu mehr Diskussion.
In der Finsinger Straße soll ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage errichtet werden. Es wurde eine Änderung eines bereits genehmigten Verfahrens eingereicht. U.a. soll ein Teil der Tiefgarage entfallen und dafür Außenparkplätze errichtet werden, ebenso ein Nebengebäude für Fahrräder und Müll.
Letztlich wurde dem Vorhaben mit 12 zu zwei Stimmen das Einvernehmen erteilt.

Im Baugebiet Berg Süd wurden zwei Parzellen durch Absagen der Interessenten wieder frei.
Die Gemeinde erwägt diese Parzellen jetzt selbst zu nutzen und dort im Rahmen der kommunalen Wohnraumförderung Mietwohnen zu bauen.
Voraussetzung für Förderungen ist allerdings, dass mindestens drei Wohneinheiten errichtet werden. Der bisherige Bebauungsplan sah dort nur die Bebauung mit einer Doppelhaushälfte vor. Eine Änderung des Bebauungsplanes musste aus textlichen Gründen sowieso erfolgen, da bisher unklare Rechtsbegriffe genutzt wurden.

Der Marktgemeinderat hat der Änderung einstimmig zugestimmt.

Des Weiteren hat der Gemeinderat eine Gemeindeordnung in Form einer Gartenflächengestaltungssatzung erlassen
Die unbebauten Flächen sollen in Metten zukünftig naturnah und versiegelungsarm gestaltet werden. Bisher angelegte „Steingärten“ haben allerdings einen rechtlichen Bestandsschutz. Hier bleibt zu hoffen, dass die Besitzer in Zukunft selbstbestimmt eine Veränderung vollziehen.

Im letzten Tagesordnungspunkt hat sich der Gemeinderat einer ausgeweiteten Nutzung regenerativer Energien verschrieben, hier aktuell der Nutzung von Wasserkraft. „Jede Kilowattstunde aus regenerativer Energie zählt.“, ist ein Leitsatz der zukünftig berücksichtigt werden soll.

Windenergie ist aufgrund schlechter Windverhältnisse im Gemeindegebiet Metten nicht wirtschaftlich nutzbar. Die Nutzung von Sonnenenergie wird derzeit im Bereich Riedfeld geprüft.
Jetzt soll auch geprüft werden, ob der Perlbach für die Nutzung eines Kleinkraftwerkes geeignet ist und, ob die betroffenen Eigentümer einverstanden wären.
Mit dem gleichen Hintergrund soll geprüft werden, ob Energie erzeugende Bojen in die Donau eingebracht werden können. Ein solches Projekt wird von der Partnergemeinde Rossatz bereits umgesetzt.