Stefan Murr

24.10.2021
Jahreshauptversammlung 2021 der Freien Wähler - Ortsverband Metten-Berg

Am 22. Oktober 2021 führten die Freien Wähler – Ortsverband Metten-Berg ihre Jahreshauptversammlung 2021 im Ortsteil Berg durch.

Erster Vorsitzender Stefan Murr durfte trotz Corona und damit verbundener Einschränkungen einige Gäste im Gasthaus Schattauer begrüßen.
Stefan Murr war bemüht den offiziellen Teil der Versammlung kurz zu halten, um anschließend der Wirtshauskultur auch noch Raum zu lassen. Entsprechend kurz hielt er die ersten beiden Tops der Einladung, nämlich die Begrüßung und Vorstellung des Ablaufes sowie die Begrüßung der Ehrengäste. Dies waren MdL Manfred Eibl sowie Kreisverbandsvorsitzender Stefan Achatz.

Deutlich umfangreicher, weil auch mit ausführlichen Hintergrundinformationen versehen, fiel Top 3, Jahresbericht der Fraktionsarbeit, aus.
Hier dankte Stefan Murr zunächst allen Unterstützern der Freien Wähler Metten-Berg. Viele haben einen Beitrag geleistet, sei es in Form von Spendengeldern, beim Aufhängen von Plakaten, beim Wahlkampf, bei der Öffentlichkeitsarbeit und natürlich die Gemeinderätinnen und -räte.
Natürlich wurde auch der erfolgreiche Wahlkampf bei der Kommunalwahl 2020 thematisiert. Bekanntlich wurde Andreas Moser mit überragenden ca. 52% zum Bürgermeister gewählt und es können jetzt sieben Freie Wähler im Gemeinderat Platz nehmen.
Die Stimmung im neu besetzen Gemeinderat betitelt Stefan Murr mittlerweile als gut, auch wenn sich wohl noch nicht Jeder mit seiner neuen Rolle arrangiert hat.

Seit Andreas Moser in der Gemeinde verantwortlich ist, wurden einige Dinge in Angriff genommen. Beispielhaft wurden genannt:
- Straßensanierung in der Gemeinde; jährlich zwei Straßenzüge
- Beitritt zur GKU Donau-Wald, um die Kanalisation in Stand zu halten
- Vorbereitungen, um das Freibad zu erhalten
- Unterstützung des Kaffeeverkaufes am Pendlerparkplatz, der mittlerweile ein        beliebter Anlaufpunkt geworden ist
- Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiearme LED-Beleuchtung
- Bereitstellung ökologisch wertvoller Blühflächen – weitere sollen folgen
- Ampelanlage am ehemaligen Zebrastreifen und Schulweghelfer
- Parkraumüberwachung, bis auf einen Brennpunkt, abgeschafft
- Kindergartenbeiträge gesenkt
- Vorbereitung zur Umgestaltung am ehemaligen „Heigl-Haus“ zum Busparkplatz,    um den Marktplatz zu entlasten und perspektivisch ebenfalls umzugestalten

Aus dem Kreis der Teilnehmer wurde angefragt, ob es nicht möglich sei die Berger Kapelle anzustrahlen. Hier wusste Bürgermeister Moser zu berichten, dass es nicht im Sinne des Besitzers ist und, dass die Gemeinde darauf keinen Einfluss hat. In diesem Zusammenhang wurde auch die Lichtverschmutzung als nachteilig thematisiert.

Stefan Murr wies nochmal darauf hin, dass die nächste Gemeinderatssitzung (02. November um 18 Uhr) im Gasthaus Schattauer in Berg stattfindet, um auch diesem Ortsteil gerecht zu werden. Besucher sind herzlich willkommen.

Top 4 sah den Kassenbericht vor. Andreas Mayerhöfer stellte die Zahlen vor und präsentierte ein Novum in seiner Amtszeit als Kassier, ein negatives Ergebnis. Knapp 1.900 Euro musste er als Verlust ausweisen. 
Dies ist im Wesentlichen dem Kommunalwahlkampf geschuldet gewesen. Eine „rentierliche Schuld“, wie es MdL Manfred Eibl später in seinen Grußworten nannte.

Ein weiterer größerer Posten entstand durch die Patentierung des Markenrechtes für das „Mettener Klosterbier“.
Im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten rund um das Kloster 2015/16 hatte Freier Wähler Marc Malanin die Idee ein altes Braurezept wieder aufleben zu lassen. Dies wurde erfolgreich umgesetzt, so dass sich immer noch viele Genießer an diesem süffigen Bier, das im Kloster Mallersdorf gebraut wird, erfreuen.

Die Kassenprüfer Wolfgang Saatberger und Thomas Tremmel stellten keine Unregelmäßigkeiten fest, so dass der Kassier einstimmig entlastet wurde.
 

Nachdem aus dem Teilnehmerkreis keine Wünsche und Anträge mehr kamen, übergab Stefan Murr das Wort an die Ehrengäste.

MdL Manfred Eibl dankte mit seinen einführenden Worten ebenfalls für die gute Arbeit im Ortsverband und sprach Glückwünsche für den erfolgreichen Wahlkampf bei den Kommunalwahlen aus.

Anschließend stellte er heraus, dass aus Sicht der Fraktion auch der Bundestagswahlkampf erfolgreich war. Gleichwohl gab es natürlich intern auch Kritisches aufzuarbeiten. Die Einblicke, die er in die Landtagsarbeit gab, waren für die Zuhörer durchaus interessant.

Manfred Eibl berichtete dann noch ausführlich aus seinen Kernressorts, der Wirtschaft und dem Verkehr. Personalmangel, Engpässe bei den Lieferketten, Coronahilfen, Energiebedarf in China und Probleme im Zusammenhang mit der Energiewende in Deutschland fehlten dabei ebenso wenig, wie der immer noch nicht vorhandene zweigleisige Schienenausbau nach München.
MdL Eibl stellte in Bezug auf die Energiewende deutlich heraus, dass Klimaschutz dringend notwendig ist und, dass Deutschland bei der Entwicklung von Lösungen eine Vorreiterrolle einnehmen sollte. Ebenso eindringlich warnte er, dass dabei nicht der Blick für die Wirtschaft und die familiäre Situation hinsichtlich Bezahlbarkeit von Energie verloren werden darf.
 

Stefan Achatz brachte als Kreisverbandsvorsitzender abschließend noch seine Freude zum Ausdruck, dass die Freien Wähler mittlerweile zwölf Sitze im Kreistag beanspruchen können. Gleichwohl sieht er noch größeres Potential für die Freien Wähler bei zukünftigen Wahlen.
Insbesondere bei der Außendarstellung und bei parteiinternen Abläufen sieht er noch Luft nach oben und möchte dies als frisch gewählter Kreisverbandsvorsitzender aktiv verbessern.

Nach gut zwei Stunden für die „offiziellen“ Themen, widmeten sich noch etliche Teilnehmer der eingangs beschworenen Wirthauskultur und ließen den Abend gemütlich ausklingen.